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Unser Ziel: Mehr Nähe zu den Menschen

 

Unser Weg: Mehr Alltagsbezug und neue Gottesdienstformen

Der Weg ist das Ziel: Folgen Sie uns!

Der Weg zu Gott kann niemals am Menschen vorbei führen (Franz von Assisi)

Herzlich willkommen

 

auf unserer Homepage. Wir freuen uns sehr, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Unsere Webseite informiert Sie normalerweise über die aktuellen Gottesdienste, Veranstaltungen, Konzerte, Projekte und alles, was unser Gemeindeleben ausmacht. Leider sind diese Tage aber nicht normal. Daher finden Sie auf unserer Seite momentan zwar keine Informationen über unsere Veranstaltungen, aber zukünftig geistliche Worte, Andachten, Meditationen in Form von Texten und bald auch in Form von kurzen Videos, die vielleicht hilfreich sein können in dieser Zeit. So möchten wir mit Ihnen in Kontakt bleiben und hoffen, dass wir hiermit einen Beitrag dazu leisten können, dass jeder einzelne und jede einzelne sich eben nicht so einzeln fühlt und christliche Gemeinschaft erfahrbar bleibt. 

Wir grüßen Sie herzlich, seien Sie behütet

Ihr Team der Gemeinde Alt-Krefeld 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geistliches Wort zum Sonntag Judika, 29. März 2020

 

Liebe Gemeinde,

die Passionszeit neigt sich dem Ende zu; am Sonntag in einer Woche, dem Palmsonntag, beginnt die Karwoche, auch die stille Woche genannt.

Jesus wird in Jerusalem einziehen. Zuerst werden sie "Hosianna" schreien und später: "Ans Kreuz mit ihm!" und er wird den Kreuzweg gehen und oben auf dem Hügel Golgatha am Kreuz schändlich sterben. Wir kennen die Geschichte! Und darauf verweist uns der Wochenspruch, der am Anfang der Passions- und Fastenzeit stand:

Sehet, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lk. 18,31)

Beachten wir: Das ist Jesus selbst, der hier spricht! Er sieht also wissentlich sein Leiden voraus. Er weiß, was kommen soll und er geht trotzdem diesen Weg. Und darin spiegelt sich auch unser Leben wider, dem am Ende Leid und Tod nicht erspart bleiben werden.

Vielleicht will er uns auch sagen: Weiche dem Leid nicht aus, wenn es da ist. Versuche nicht davor wegzulaufen. Geh' vielmehr mitten hindurch. Und wenn es dich noch verschont hat, dann gehe doch festen Schrittes voran. Verdränge nicht, dass einmal auch Unglück und Schweres auf dich warten! Sei ganz getrost, wenn es soweit ist! Denn das ist doch das wichtigste, was uns diese Worte Jesu sagen wollen: "Wir gehen hinauf nach Jerusalem...", d.h.: Ich gehe mit Euch. Ich bin an Eurer Seite. Wir gehen diesen Weg allemal gemeinsam.

 

 

Gebet in der Corona-Krise

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.

Sei  den Leidenden nah, besonders den Sterbenden.

Bitte tröste jene, die jetzt trauern.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie

und allen Krankenschwestern und Pflegern

Kraft in dieser extremen Belastung.

Den Politikern und Mitarbeitenden der Gesundheitsämter Besonnenheit.

Wir beten für alle, die in Panik sind.

Für alle, die von Angst überwältigt sind.

Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.

Guter Gott, wir bringen dir alle, die in Quarantäne sein müssen,

sich einsam fühlen, niemanden umarmen können.

 

 

 

 

 

 

 

Für mich ist das die Botschaft dieses Verses: Dieser Herr, der da ganz ruhig vom bevorstehenden Leiden spricht, der hat es auch bis zuletzt willig auf sich genommen. Der hat es kennengelernt und ertragen.

Das erinnert mich an die Worte Bonhoeffers, die er in dem bekannten Gedicht "Von guten Mächten" niedergeschrieben hat: "Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern, des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern, aus deiner guten und geliebten Hand".

Mir gibt das Hoffnung und auch Trost, zu begreifen, dass es kein Leid gibt, in dem Gott mich alleinlasssen wird. Er wird - in dem Schmerzensmann Jesus - neben mir stehen und gehen, was auch immer die Zukunft für mich bringt. Ich werde seine Hand, mit der er mich hält, spüren können. Ich werde seinen Trost, den er mir sagt, hören. Die Kraft, die er mir unterwegs schenkt, wird mich die nächsten Schritte getroster gehen machen. Er bleibt in allem bei mir. Ich kann auch durch Leiden hindurchgehen.

Und das ist sicherlich das Schwerste, zu begreifen: Erst durch die Erfahrungen im Leid gewinnt unser Leben Fülle und Tiefe. Wer in dunklen Lebensabschnitten Begleitung, Kraft und Hillfe gespürt hat, der kann vielleicht auch mit Bonhoeffer in dem Gedicht fortfahren: "Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht". Der erkennt: Wir sind in keinem Leid allein! Wir müssen das Schwere nicht fürchten; da ist Einer, der trägt mit. Wir dürfen guten Mutes in die österlichen Tage hineingehen, persönlich und in der Gemeinschaft der Glaubenden.

 

 

 

 

Berühre Du die Herzen mit Deiner Sanftheit.

Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,

dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.

Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.

Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.

Dass Du allein ewig bist.

Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.

Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.

Hilf uns, Dir zu vertrauen.

Amen.

(Verfasser unbekannt)

 

  

 

 

 

 

Fürbittengebet

Herr, es bleibt dein Geheimnis, warum du dich den Menschen auslieferst und dein Leben hergibst. Wir ahnen, welches Maß an versöhnender Kraft von dir ausgeht.

Lass uns zu denen zählen, die nicht mehr auf Macht und Gewalt setzen. Menschen, die dir trauen, nennst du glücklich, ja selig.

So bitten wir dich

für alle, die in der Welt der Herren dienen und sich weigern zu dienern,

für allem die unter Erfolgreichen weltfremd scheinen und doch die Welt besser kennen,

für alle, die man töricht nennt, weil sie ihre Überlegenheit nicht auskosten und nicht spotten über die, die schlechter dran sind. In solchen Menschen ist deine ohnmächtige Macht der Liebe am Werk.

Auch bitten wir dich

für alle, die viel Jammer ertragen müssen, die das Vorläufige geduldig liebbehalten und vor dem Banalen nicht weglaufen;

für die, die ihr Leid seufzend beklagen,

für die, die in diesen Tagen unter Gefährdung ihres eigenen Lebens und ihrer Gesundheit Kranken und Sterbenden beistehen

und für die, die Leid bewusst auf sich nehmen.

Herr, besonders in diesen Tagen großer Ungewissheit spüren wir deutlicher denn je unsere eigene Lebensangst und unsere Verletzlichkeit:

So lass uns in dieser Passionszeit still werden und zur Besinnung kommen. Dann werden wir mitten unter uns Spuren deines Leidens entdecken, ihnen folgen und sie mildern und heilen helfen, mit entschiedener Sanftmut, mit furchtloser Hingabe, mit getroster Hoffnung. Amen.

Seien Sie gut behütet und beschützt! Möge Gottes Segen Sie in die neue Woche begleiten!

Ihr Pfarrer Volker Schran

 



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