Gemeindechor "Alt-Krefeld"

Seit Mai 2018 trifft sich immer mittwochs unser Gemeindechor. Die gut dreißig Sängerinnen und Sänger proben in der Zeit von 19.00 bis 21.00 Uhr im Gemeindesaal der Alten Kirche, Quartelnstr. 13. Das Repertoire ist vielfältig und reicht von klassischer Chormusik über neue geistliche Lieder bis hin zu Weltmusik, Popmusik und Gospels. Der Chor führt größere Chorprojekte auf, gestaltet Gottesdienste mit und führt Chorkonzerte durch.

Mit großem Erfolg führte der Gemeindechor am 01.01.2020 die Missa Brevis in F, KV 192 von W.A. Mozart auf. Mit den Solisten Lisa Kaltenmeier, Sopran, Sybille Koch, Alt, Jean-Pierre Ouellet, Tenor und Clemens Knors, Bass sowie den Streichern der Sinfonietta Krefeld und Anke Tebbe-Tanzler an der Orgel war unter der Gesamtleitung von Kantorin Christiane Böckeler ein festlicher Neujahrsgottesdienst mit bewegender und lebendiger Musik zu erleben.

Das aktuelle Projekt des Gemeindechores ist die Einstudierung der "Misa Criolla" von Ariel Ramirez für den Gottesdienst am 01. Januar 2022 um 17.00 Uhr.

Im Jahr 1964 schuf Ariel Ramirez (1921 – 2010) mit der Misa Criolla eines der bedeutendsten Werke der argentinischen geistlichen Musik: ein Werk, das auf Rhythmen der südamerikanischen Musik basiert. Das besondere an Ramirez‘ Messe ist nicht nur die Darstellung verschiedener Musikstile, sondern die geniale Verschmelzung von geistlicher Chormusik mit Folklore und populärer Musik. Sie bildet eine wichtige Brücke zwischen der klassisch geistlichen und der Weltmusik und ist ein Vorbild für viele Messen, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind.

Die Misa Criolla ist für Solisten, gemischten Chor, Perkussion, Gitarre, Charango (ein kleines, gitarrenähnliches Zupfinstrument aus Südamerika), Cembalo und Klavier komponiert. Jeder der fünf Ordinariumsteile der Messe wird mit einem Rhythmus aus einer anderen Gegend Südamerikas dargestellt. Beim Kyrie ist die Weite und Einsamkeit der Region der Hochebene Nord-Argentiniens erlebbar. Das Gloria wird im typischen Carnavalito-Rhythmus mit einem freudigen Wechselspiel zwischen Tenor und Chor interpretiert; im Mittelteil klingt das langsame indianische Yaravi-Rezitativ aus Peru. Mit einer „Chacarera“, einem Rhythmus aus der Mitte Argentiniens, wird das Glaubensbekenntnis gesungen. Hier, beim Credo und auch beim Sanctus (Carnaval Cochabambino – Bolivien) hört man ein besonderes Merkmal von Ramirez ́ Kompositionen heraus: der ständige Wechsel der Taktarten 3 /4 und 6 /8 – manchmal polyphonisch oder manchmal melodisch, innerhalb einer Phrase. Mit dem Agnus Dei, im melancholischen Stil der unendlichen Pampa der „Gauchos“, schließt die Messe in einer friedvollen Stimmung.

 

Anmeldung und Infos bei Kirchenmusikerin Christiane Böckeler:

Tel: 0173 5 209 304

Mail: christiane.boeckeler(at)ekir.de

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